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Datum: 03.09.2026

Rund 300 Rekrutinnen und Rekruten legten in Husum ihr Gelöbnis ab

Ein besonderer Nachmittag auf dem Husumer Marktplatz: Rund 300 Rekrutinnen und Rekruten haben am gestern im Rahmen eines öffentlichen Gelöbnisses ihren Eid abgelegt. Zahlreiche Angehörige, Freunde und Bürgerinnen und Bürger waren gekommen, um die jungen Soldatinnen und Soldaten bei diesem wichtigen Schritt zu begleiten.

Die schleswig-holsteinische Landtagspräsidentin, Kristina Herbst ,würdigte in ihrer Ansprache die Entscheidung der jungen Menschen, sich für den Dienst in der Bundeswehr und damit für die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung entschieden zu haben. Gerade angesichts der veränderten Sicherheitslage in Europa sei dieser Schritt von besonderer Bedeutung.

„Sie gehen bewusst diesen Weg. Und das ist nicht der leichte oder der bequeme Weg“, betonte sie und hob zugleich die unterschiedlichen Aufgaben der drei beteiligten Verbände hervor – von der Bereitstellung lebenswichtiger Infrastruktur durch die Spezialpioniere über die Ausbildung von Fach- und Führungskräften der Luftwaffe bis hin zum Schutz vor Bedrohungen aus dem digitalen Raum. Gemeinsam leisteten die Soldatinnen und Soldaten einen Beitrag zum Schutz von Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.

Auch Stabsunteroffizier Haß vom Spezialpionierregiment 164 blickte auf die vergangenen intensiven Ausbildungswochen zurück. Die Rekrutinnen und Rekruten seien dabei als Gemeinschaft zusammengewachsen, hätten gemeinsam Herausforderungen bewältigt und seien an ihre Grenzen gegangen. Besonders die Heimatschutzausbildung habe neue Anforderungen mit sich gebracht, unter anderem im Umgang mit Drohnen und dem Schutz vor ihnen. Als Staatsbürgerinnen und Staatsbürger in Uniform hätten sie sich bewusst dazu entschieden, für die Werte des Grundgesetzes einzustehen. Gerade in Zeiten internationaler Krisen und wachsender sicherheitspolitischer Herausforderungen sei dies ein wichtiges Zeichen von Verantwortung und Mut.

Oberst Hans-Martin Gieseler, Kommandeur des Spezialpionierregiments 164, zeigte sich erfreut über den gut gefüllten Marktplatz und die große Unterstützung aus der Bevölkerung. Er dankte der Stadt Husum sowie allen Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen hatten. Den Rekrutinnen und Rekruten dankte er dafür, dass sie bereit seien, Verantwortung für die Freiheit und Sicherheit des Landes zu übernehmen.

Mit ihrem Gelöbnis beziehungsweise Eid bekannten sich die jungen Soldatinnen und Soldaten öffentlich dazu, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen. Ein Satz von Oberst Gieseler brachte die Bedeutung des Tages besonders eindringlich auf den Punkt: „Nur wenn man uns glaubt, dass wir uns verteidigen können und auch verteidigen wollen, werden wir es nicht müssen.“

Im Anschluss an die feierliche Zeremonie auf dem Marktplatz fand im Rathaus der Stadt Husum ein Empfang mit geladenen Gästen statt. Dort bot sich bei Gesprächen und Begegnungen noch einmal Gelegenheit, den besonderen Tag gemeinsam ausklingen zu lassen und die Verbundenheit zwischen der Stadt Husum und der Bundeswehr zu unterstreichen.

Zum Gelöbnisverbund „Westküste“ gehören Rekrutinnen und Rekruten des Spezialpionierregiments 164 "Nordfriesland" aus Husum, der Unteroffizierschule der Luftwaffe in Appen sowie des Ausbildungszentrums Cyber- und Informationsraum in Flensburg. Für den feierlichen musikalischen Rahmen sorgte das Marinemusikkorps Kiel.

BU: Rund 300 Rekrutinnen und Rekruten legten in Husum ihr Gelöbnis ab.

BU: (von rechts) Oberst Martin Gieseler, Landtagspräsidentin Kristina Herbst und Bürgermeister Martin Kindl während des Empfangs im Rathaus.