Mit BISS: Erfolgreiche Integration
„Ich bin so froh, dass ich es endlich geschafft habe“, so Ehab Alsakhen zu seiner erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung zum Medizinisch-Radiologischen Assistenten.
Der Syrer kam 2015 als 16-jähriger mit seiner sechsjährigen Schwester gemeinsam und doch allein nach Deutschland. Kurze Zeit später kamen seine Mutter und die zwei Brüder nach, gemeinsam lebten sie zunächst in Löwenstedt, später in Viöl. „Das war gut, in diesen Dorfgemeinschaften zu leben, die Menschen waren sehr nett zu uns“, erzählt er.
Ehab Alsakhen besuchte die DaZ-Klasse (Deutsch als Zweitsprache) der Beruflichen Schulen in Husum, bereits nach kurzer Zeit wechselte er an eine weiterführende Schule, dort bestätigte er seinen bereits in Syrien absolvierten mittleren Bildungsabschluss. Weiter ging es für ihn mit den nötigen Deutschkursen, die er mit guten Noten bestand. Doch es ging nicht nur ums Lernen, regelmäßig war er Besucher im städtischen Kinder- und Jugendforum BISS in der Innenstadt. „Das war sehr hilfreich. Dort waren viele meiner Landsleute, wir haben gekickert, Tischtennis und Fußball gespielt. Und die Mitarbeitenden im BISS hatten immer ein offenes Ohr für mich, da konnte ich meine Sorgen auch einmal loslassen.“
Später arbeitete Ehab Alsakhen im BISS im Zuge der Ferienpassaktionen mit und finanzierte sich so den PKW-Führerschein. Im Sommer2018 nahm er die Ausbildung zum Medizinisch-Radiologischen Assistenten in Heide auf. „Die erste Unterrichtsstunde war die schlimmste, ich habe nicht ein Wort verstanden“, erinnert er sich und lacht, sichtlich erleichtert von den verflogenen Anspannungen der letzten Prüfungswochen. Eine Anstellung in seinem gelernten Beruf hat er bereits gefunden. „Ich werde nun etwas Geld verdienen und vielleicht noch ein Studium beginnen. Das wird sich zeigen“, blickt er optimistisch in die Zukunft.
Das Ausbildungszertifikat zeigte er zunächst dem BISS-Team, das sich sichtlich freute und ihm zum Erfolg gratulierte. „Die BISS-Leute sollten es zuerst erfahren“, so Ehab Alsakhen.
