Feuerwehrfahrzeug für die Ukraine
Normalerweise werden die Fahrzeuge der Husumer Freiwilligen Feuerwehr von ausgebildeten Maschinisten gefahren. Nun aber saß der Husumer Pastor, Friedemann Magaard, am Steuer eines Feuerwehrfahrzeugs vom Typ LF 8/6 und machte sich bereit, das Fahrzeug zunächst nach Dresden zu fahren. Begleitet wurde er von der Vorsitzenden des Vereins „Freunde helfen – Konvoi“, Vanessa Holdysz.
In Dresden wurde das Fahrzeug übernommen und fuhr auf direktem Weg nach Lviv in die Ukraine. Vanessa Holdysz begleitete die Überführung bis zum Zielort in der Westukraine. Die dortige Feuerwehr hat dringenden Bedarf für ein Hilfeleistungsfahrzeug.
Das 28 Jahre alte LF 8/6 wurde vor einigen Monaten von der Freiwilligen Feuerwehr ausgemustert und durch ein modernes Löschfahrzeug vom Typ LF 20 ersetzt. Im Normalfall hätte das immer gut gepflegte und in sehr gutem Zustand befindliche Fahrzeug versteigert werden sollen, aber es kam anders.
Die Ukraine-Hilfe „Freund helfen – Konvoi“ fragte bei der Stadt Husum an, ob dieses als Spende in Frage käme. Der Hauptausschuss der Stadt Husum stimmte dieser Anfrage ohne Vorbehalt zu und eigentlich stand damit der Überführung nichts mehr im Wege.
Doch bis zu Abholung auf der Feuerwache im Marienhofweg gab es doch noch einige Hürden. Das Löschfahrzeug ist ein sogenanntes BOS-Fahrzeug (BOS steht für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) und darf nur von berechtigen Personen gefahren werden. Um es in einen normalen LKW umzuwandeln, hätten die Blaulichtanlage, die Sondersignalanlage und einige Schriftzüge entfernt werden müssen.
Alle diese Schwierigkeiten wurden letztlich beseitigt und die Lichtanlage einfach abgeklebt. Für die Fahrt mit dem LF 8/6 genügt ein alter Führerschein der Klasse 3, da es das letzte Löschfahrzeug der Husumer Wehr war, dass noch mit einer Gesamtmasse von 7,5 Tonnen ausgekommen ist.
Zum Abschied kamen dann einige Einsatzkräfte, die sich noch gut an die Zeit erinnerten, als das LF 8/6 in Dienst gestellt wurde. Auch Husums Bürgermeister Uwe Schmitz war da und betonte, wie gern die Stadt Husum diese Spende ermöglicht habe, um damit Menschen in Not zu helfen. Gefilmt wurde die Aktion von einem Team des NDR.
Text: Freiwillige Feuerwehr/Stadt Husum
