Brandbekämpfung auf dem neuesten technischen Stand: Husumer Feuerwache erhält neue Brandmeldeanlage
Husum. „Das ist wirklich ein High-End-Gerät“, sagte Wehrführer Frank Dostal bei der Vorstellung der neuen Brandmeldeanlage in der Feuerwache der Freiwilligen Feuerwehr Husum. Der rote Kasten, der am Eingangstür der Feuerwache hängt, mag unscheinbar aussehen, doch dieser steuert Sicherheitstechnik auf dem neuesten technologischem Stand. Die intelligenten Lösungen, mit denen die Brandmeldeanlage des Herstellers Esser ausgestattet ist, ermöglichen es dieser beispielsweise zu erkennen, ob die Tore der Gerätehallen geöffnet sind, so dass die Sensoren unterscheiden können, ob es sich um eine ungewöhnliche Rauchentwicklung oder um die Abgase von Fahrzeugen handelt. So lassen sich auch kleine Schwelbrände (beispielsweise in der Fahrzeugtechnik) erkennen und gleichzeitig Fehlalarme vermieden werden. Wenn die Brandmeldeanlage auf ein Feuer anschlägt, wird die Leitstelle in Harrislee kontaktiert, die dafür sorgt, dass die Husumer Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner sich sofort auf den Weg zur Feuerwache machen und binnen weniger Minuten bereit sind, den Brand zu löschen.
Manch einer mag sich fragen, warum die Feuerwehr denn selbst eine Brandmeldeanlage für ihre Feuerwache benötige. Wehrführer Frank Dostal weist darauf hin, dass es sich in Husum um eine Freiwillige Feuerwehr handelt und somit die Feuerwache nicht rund um die Uhr besetzt ist. Weil nicht immer jemand da ist, besteht auch hier - wie in jedem anderen Gebäude - das Risiko eines unbemerkten Feuerausbruchs. Sollte es hier brennen, dann wären nicht nur die hochwertigen Fahrzeuge, Löschgeräte und weiteren Ausrüstungsgegenstände gefährdet, sondern die Feuerwehr wäre dann auch nicht mehr einsatzfähig, was fatale Folgen für die Sicherheit der Menschen in Husum hätte. Unterschätzt werden darf auch nicht die Entwicklung von giftigen Gasen, die sich an den Wänden anheften können und dafür sorgen, dass das Gebäude nicht mehr betreten werden kann. Dies kann sogar in Folge von kleinen Bränden auftreten.
„Der Stadt Husum ist es wichtig, die in der Feuerwache stationierten Werte zu schützen und die Einsatzfähigkeit zu erhalten“, erläutert Sven Schefer, der im Gebäudemanagement der Stadt Husum für den Bereich Technik zuständig ist. Deshalb sind die für die Anschaffung der neuen Brandmeldeanlange notwendigen Gelder von der Stadt Husum bereitgestellt worden, womit man über die gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsvorkehrungen hinausgegangen sei, ergänzt Katharina Hoffmann (Technikerin im Gebäudemanagement der Stadt Husum).
Der Schutz der Husumer Feuerwache ist aber nicht der einzige Nutzen, den die neue Brandmeldeanlage mit sich bringt. Anhand der neuen Anlage können sowohl die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Husum wie auch Externe in den neuesten technischen Möglichkeiten bei der Feuerbekämpfung geschult werden. „Der Vorteil liegt darin, dass wir nun für die Grundausbildung an einer Brandmeldeanlage nicht mehr zu Unternehmen und Einrichtungen fahren müssen. Lediglich die Objektkunde wird dann noch bei diesen durchgeführt“, sagt der stellvertretende Wehrführer Broder Hansen.
Darüber hinaus erhält die Freiwillige Feuerwehr Husum regelmäßig Besuch von Menschen, die in der Thematik Brandschutz unterrichtet werden. Hierbei erlernen unter anderem Lehrkräfte und Schulklassen sowie Polizistinnen und Polizisten das richtige Verhalten im Brandfall und den Umgang mit Brandschutztechnik.
