Baum des Jahres 2021 gepflanzt
Die Baumschutzgruppe des BUND war wieder aktiv. Mitglieder pflanzten gemeinsam mit Bürgermeister Uwe Schmitz den Baum des Jahres, eine Stechpalme (Ilex aquifolium) auf einer öffentlichen Grünfläche am Warthesteig in der Nähe von Soltbargen. Die Vorarbeit leisteten Mitarbeiter des Kommunalen Servicebetriebs Husum (KSH) und das war wirklich von Nöten, da die Stechpalme eine gewaltige Größe hat.
Der Baum sollte bereits vergangenes Jahr in die Erde, aber das Vorhaben musste Corona bedingt verschoben werden. Gerne holten die Mitglieder die Pflanzung nach und somit ist die Gruppe wieder gut davor. Seit 2010 sorgt sie dafür, dass der jeweilige Baum des Jahres einen guten Ort im Stadtgebiet bekommt, um entsprechend gedeihen zu können. Seinerzeit machte den Anfang eine Vogelkirsche im Schlosspark.
Die Stadt Husum übernimmt seit jeher die Kosten für die Anschaffung des Baumes – dieses Mal ist das stattliche Exemplar allerdings etwa 30 Jahre alt und damit deutlich teurer als die bisherigen Bäume. „Als Zeichen der Dankbarkeit an die Stadt und in Zeiten der Unsicherheit mit Blick auf die Pandemie und den Ukraine-Krieg beteiligt sich die Baumschutzgruppe mit Hilfe von Spenden finanziell an der diesjährigen Pflanzung“, so Frank Hofeditz, Mitglied der Gruppe und des Stadtverordnetenkollegiums. Die Stechpalme sei die einzige einheimische immergrüne Laubbaumart und symbolisiere damit die fortwährende Hoffnung auf Frieden.
Besonderheiten der Stechpalme
Die Stechpalme kann auch ein Strauch sein, je nach Lichtverhältnissen. Sie wird meist nicht höher als zehn Meter, das Höchstalter beträgt 200 Jahre. Ihre Blüten sind insektenfreundlich, die Früchte (erst grün, später leuchtend rot) sind im Winter Nahrung für die Vögel. Sie fühlt sich in Europa überall dort wohl, wo es dank nicht allzu ferner Meeresflächen recht milde Winter ohne Früh- und Spätfröste und nicht allzu trockene Sommer gibt. Das relativ schwere, helle Holz ist für feinere Tischler-, Drechsler- und Schnitzarbeiten beliebt und gilt als wertvollstes „weißes Holz“ für Intarsien (Einlegearbeiten), wie beispielsweise in Schachbrettern. Harry-Potter-Fans werden es wissen: Harrys magischer Zauberstab bestand aus einem geschnitzten Ast einer Stechpalme. Auch im realen Leben sind es vor allem kleine feine Dinge, die aus dem harten, zähen und gut polierfähigen Ilexholz gefertigt werden. So hatte beispielsweise Johann Wolfgang von Goethe zwei Spazierstöcke, die aus Schösslingen gefertigt waren.
Neue Mitglieder in der Baumschutzgruppe sind herzlich willkommen
In der Baumschutzgruppe haben sich Menschen zusammengefunden, die sich besonders für den Schutz von Bäumen einsetzen. Sie wollen das Bewusstsein und das Verständnis für den Wert und den Erhalt alter Bäume in der Bevölkerung wecken und stärken. Wem das auch ein Anliegen ist, ist in der Gruppe herzlich willkommen. Kontakt: Telse Ronneburger, Telefon 04864-1324 oder per Mail an telse.ronneburger@t-online.de.
Spenden gerne erwünscht
Schwerpunkt der Baumschutzgruppe ist die Pflanzung von Obstbäumen auf Flächen, die die Stadt Husum zur Verfügung stellt. Bäume werden von Bürgerinnen und Bürgern gespendet, oft als Geschenk zu Weihnachten, Geburtstagen oder anderen besonderen Anlässen. „Spendenfreudige können den Wuchs ihres Baumes begleiten und sich das ganze Jahr an ihm erfreuen“, so Frank Hofeditz.
Mit Hilfe von zahlreichen Spenden entstanden unter anderem auch mehrere öffentliche Streuobstwiesen, wie die Bürgerobstwiese Soltbargen/Maadesielzug, wo der heutige Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck im November 2011 mit der Spende und Pflanzung des ersten Obstbaumes den Startschuss gab.
„Auf Wunsch unterstützen wir gerne mit unseren Erfahrungen und Ideen und helfen bei der Vermittlung von Baumexpertinnen und Baumexperten, um eventuell gefährdete Bäume nach Möglichkeit zu erhalten. Wir freuen uns über Spenden, um weitere Bäume pflanzen zu können, damit unsere schöne Stadt noch grüner wird und wir somit dem Klimawandel entgegenwirken“, so Telse Ronneberger und Frank Hofeditz.
