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18.12.2020

Spende für die Bahnhofsmission und die Tafel

»Eine großartige Geste für die Stadt«: Die Spendenempfänger präsentieren glücklich ihre liebevoll aufgeputzte »Finanzspritze«. Erk Paulsen, Volker Schümann, Dieter Hansen, Uwe Schmitz und Charly Häuber (von links).

© Simone Mommsen

Dieter Hansen (74), mit einem großen, warmen Herzen für Menschen aus Husum, denen es finanziell nicht besonders gut geht, mit unnachahmlicher Erfindungsgabe und emsiger Betriebsamkeit hat es geschafft, für die Tafel und die Bahnhofsmission jeweils 700 Euro zu sammeln und zu spenden.

Für den Husumer Hobbyfotografen lief das „Coronajahr“ 2020 zunächst recht gut an: „Ich habe Anfang des Jahres von meinen fotografierten Motiven aus der Region 2.000 Postkarten drucken lassen, die ich in verschiedenen Geschäften und gastronomischen Betrieben in Husum und Umgebung ausstellen und verkaufen darf“, erzählt er von seinen Aktivitäten.

Doch dann kam alles anders: Der Tourismus brach zusammen, die sonst bei Einheimischen und Urlaubern so beliebten Postkarten, deren Erlös er seit fünf Jahren an die Tafel und die Bahnhofsmission spendet, fanden so gut wie keinen Absatz. Doch Dieter Hansen, der die Sache nicht einfach auf sich beruhen lassen wollte, telefonierte mit seinen über 80 Sponsoren und Geschäftspartnern: „Wir helfen dir“, habe stets die Antwort gelautet. „Viele haben sogar nochmal einen Hunderter draufgelegt, so dass ich nicht nur das Spendenziel erreicht habe, sondern auch die Druckkosten für die Postkasten fast ausgeglichen sind. Ich danke allen Unterstützern, Husums Bürgermeister und besonders Bastian Ahrens, der meine Homepage stets auf dem Laufenden hält“, freut sich Hansen.

Es sei „ein sehr besonderes Jahr“, bestätigte Bürgermeister Uwe Schmitz bei der Spendenübergabe. Und: „Den Dank für ein großartiges Engagement in einer anstrengenden Zeit gebe ich gern an die Husumer und Husumerinnen weiter. Es ist eine großartige Geste, dass jemand am Wirbeln ist für die Stadt und jene Einwohner und Einwohnerinnen, die auf der Schattenseite des Lebens stehen.“ Die Summen seien gut angelegt, versicherte DW-Geschäftsführer Volker Schümann mit warmem Dank an den Spender. „Beide Einrichtungen sind auch in Coronazeiten an der Seite der Bevölkerung.“ Die Bahnhofsmission und die Tafel sind Institutionen des Diakonischen Werks Husum, wobei die AWO für die Tafel mitverantwortlich ist.

Erk Paulsen, Leiter der Bahnhofsmission und der neue Tafelchef Charly Häuber freuten sich und dankten für die „Supergeschichte“: Ein „schwieriges Jahr“ gehe zu Ende. „Wir sind froh, dass wir nicht ganz schließen mussten, sondern dass wenigstens der Tagesdienst immer anwesend war“, so Paulsen erleichtert. Ein Lob zollte Häuber der Kirchengemeinde Husum: Zunächst in der Marienkirche, aktuell aber in der Friedenskirche finden die Lebensmittelausgaben der Tafel statt. „Es sind 50 bis 70 Kunden pro Ausgabetag, und wenn man bedenkt, dass dahinter die Familien stehen, unterstützen wir die Grundversorgung von 600 bis 700 Menschen wöchentlich“, gab er zu bedenken.

Text: Sonja Wenzel

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