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08.08.2019

HusumBus: Das Team im Hintergrund

(von links) Torben Lempfert, Stefan Luft, Jochen Lempfert und Uli Heid am ZOB beim Betriebsstart vom HusumBus.

© Simone Mommsen

Die Vorbereitungen für den Betriebsstart des neuen Stadtbusverkehrs waren sehr umfangreich und die Zeitschiene für die Umsetzung eng gestrickt. Monatelang beschäftigten sich über 15 Personen aus unterschiedlichsten Bereichen der Stadtverwaltung und von außerhalb täglich damit, inklusive Abendstunden und am Wochenende. Dabei hatten sie stets eines im Blick: Ab 1. August muss alles komplett sein und reibungslos laufen. Das hat funktioniert, wie der Betriebsstart in den frühen Morgenstunden am ZOB vergangene Woche eindrucksvoll zeigte.

Von der Produktion der Schilder über die Erstellung verschiedenster Drucksachen bis hin zur Programmierung von Internetseiten, der Erstellung von Belegungsplänen für den ZOB, Verlegung der Haltestellen, Umgestaltung  des ZOBs und einigen Dingen mehr, galt es für alle Beteiligten, sehr viele Aufgaben gleichzeitig zu bewältigen.

Der europaweiten Ausschreibung lag ein 109-seitiges Betriebskonzept zu Grunde. Unter anderem mussten die geplanten Streckenführungen nach Abschluss des Planungsprozesses mit einem Linienbus auf den Straßen in über 250 Stunden getestet werden, um die einzelnen Linien in Husum fahrbar zu machen. Am Steuer waren Fachleute – die Busfahrer der Autokraft GmbH, die das System der Ingenieure auf Grundlage der Testergebnisse praktikabel machten.

Die letzten eklatanten Systemmängel, die zu halb- und stundenlangen unnötigen Wartezeiten der Fahrgäste sonnabends am ZOB geführt hätten, haben der Husumer Grafiker Uli Heid und der Innsbrucker Verkehrsplaner Dipl.-Ing. (FH) Oliver Kirchner, der an dem Prozess zwar nicht beteiligt war, aber das Geschehen in der Storm-Start über die digitalen Medien verfolgt hat, offenbart. „Zwei Wochen und 22 Stunden vor Betriebseröffnung noch einmal solche grundhaften Änderungen vorzunehmen, wenn die Fahrpläne bereits gedruckt sind und alles startklar ist, war eine besondere Herausforderung, den Betriebsstart nicht verlegen zu müssen“, unterstreicht Dirk Pohlmann, Leiter der städtischen Kämmerei mit Zuständigkeit auch für den ÖPNV, die Rasanz der Ereignisse.

Um die umfassende Systemumstellung in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, begannen die Planungen bereits 2018. In einem regional begrenzten Ausschreibungsverfahren wurde nach geeigneten Kommunikations-Agenturen gesucht. Die Strategie entstand in enger Abstimmung mit der städtischen Kämmerei.

Das bunte HusumBus-Logo und das komplette Design-Konzept stammen vom Husumer Grafik-Designer Uli Heid. „Er war nicht nur künstlerisch und kommunikativ ein Glücksgriff für den HusumBus. Mit seinen Erfahrungen bei der Einführung neuer ÖPNV-Konzepte andernorts hat er das Projekt auch konzeptionell sehr vorangebracht“, unterstreicht Pohlmann.

Die Online-Präsenz www.husum-bus.de und www.schulbus-husum.de konzipierte Torben Lempfert (Agentur Heimathafen). „Eine eigene Schulbusseite und dann noch mit einzelnen Fahrplänen von und zu jeder Schule sind ziemlich einzigartig“, freut sich Pohlmann.

Dass die Bürgerschaft so früh wie möglich mit lesbaren Informationen zum neuen HusumBus versorgt wird, war Aufgabe vom Team Lempfert (Druckerei Lempfert, Bredstedt). „Uns wurden in Rekordgeschwindigkeit und bester Qualität Drucksachen zur Verteilung geliefert. Das Team folierte die Busse, baute und beschriftete die Schilder am ZOB und am Bahnhof und unterstützte beim Aufbau der mobilen Haltestellen gemeinsam mit dem Haus- und Gartenservice von Timo Wolff aus Oldenswort“, fasst der Kämmerer zusammen.

Verkehrstechnisch und organisatorisch begleitet wurde das Projekt durch Stefan Luft von der Firma urbanus aus Lübeck. „Von seinem Schreibtisch stammen die Belegungspläne für den ZOB und Bahnhof sowie die Wegweiser zu den Halteplätzen der Busse. Außerdem ist er für die Gestaltung und die europaweite Ausschreibung der Haltestellenschilder verantwortlich“, erläutert Dirk Pohlmann die fachliche Zuarbeit, die die Stadtverwaltung mit ihren personellen Kapazitäten nicht leisten konnte.

„Neben der Unterstützung der Externen waren alle Ämter in der Stadtverwaltung mit den umfangreichen Vorarbeiten beschäftigt. Mit diesem engagierten Team jederzeit sehr gerne wieder“, sagte der Kämmerer nach anstrengenden Monaten der Betriebsvorbereitung.

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