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Datum: 09.07.2021

50 Jahre Städtebauförderung: Landesinnenministerin Dr. Sabine Sütterlin-Waack besichtigte Bausiedlung Hockensbüll

Husum. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Städtebauförderung besuchte Dr. Sabine Sütterlin-Waack (Ministerin für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein) acht Orte, an denen gegenwärtig und zukünftig Städtebauförderungsprojekte durchgeführt werden (beziehungsweise worden sind). Nach Stationen in Malente, Eutin, St. Peter-Ording, St. Michaelisdonn, Rendsburg, Hohn und Kiel stellte der Besuch in der Bausiedlung Hockensbüll (Husum) das Finale der Sommerreise der Ministerin dar.

Die Innenministerin besichtigte gemeinsam mit Christian Czock (1. Stellvertretender Bürgermeister der Stadt Husum), Dr. Barbara Ganter (Vorsitzende des Bauausschusses), Peter Empen (Vorsitzender des Umwelt- und Planungsausschusses) und Bauamtsleiter Jörg Schlindwein sowie Pressevertretern die Siedlung Hockensbüll. Christian Czock, der derzeitig Husums Bürgermeister Uwe Schmitz vertritt, zeigte sich erfreut darüber, dass Ministerin Dr. Sütterlin-Waack im Rahmen ihrer Sommerreise auch in Husum zu Gast war. Czock betonte: „Die Sanierung der Siedlung hat sich gelohnt. Es ist ein schönes Quartier entstanden, auf das die Stadt Husum stolz sein kann. Ich danke der Ministerin für ihre Unterstützung im Rahmen der Städtebauförderung.“

Anschließend führte Bauamtsleiter Jörg Schlindwein durch das Wohngebiet und gab einen Überblick zur Entstehungsgeschichte und der Neuplanung.

Viele neue Häuser unterschiedlicher Größe (Einzelhäuser, Doppelhäuser, Reihenhäuser und Mehrfamilienhäuser) befinden sich nun in dem Baugebiet. Der Großteil der 150 bis 160 Wohneinheiten ist bereits fertig gestellt, nur auf einigen Grundstücken wird derzeit noch gebaut. An der Stettiner Straße ist zudem ein neuer Kinderspielplatz mit Bouleplatz und zusätzlicher Aufenthaltsqualität entstanden, der einen wichtigen Beitrag dazu leistet, dass junge Familien sich in der neuen Bausiedlung wohl fühlen. Kinder haben einen Platz zum Spielen und für die Erwachsenen wurde Raum für Begegnung geschaffen. Zuvor sind die Gebäude der in den 50er Jahren in diesem Gebiet entstandenen „Schlichtwohnsiedlung“ abgerissen worden, weil die Stadt Husum und die GEWOBA Nord Baugenossenschaft eG als Eigentümerin keine Chance mehr sahen mit einer Sanierung des Bestandes eine dauerhaft wirtschaftliche Lösung zu realisieren.

„Diese Häuser sind heute fast ebenso vollständig verschwunden wie die Straßen und die technische Infrastruktur. Es handelt sich hier um eines der umfassendsten Rückbauprojekte in Schleswig-Holstein“, sagte Dr. Sütterlin-Waack.

Die Innenministerin erzählte davon, dass sie vor vielen Jahren einmal in diesem Gebiet war – also in der Zeit vor den umfangreichen Baumaßnahmen der vergangenen Jahre. Sie könne das Gebiet heute kaum wiedererkennen und bezeichnete es als (im positiven Sinne) „unglaublich“, was hier entstanden ist. „Es ist wirklich toll, was hier in den vergangenen Jahren geschaffen wurde“, machte die Innenministerin deutlich. „Die Entwicklung der Siedlung Hockensbüll ist ein hervorragendes Beispiel für die Bündelung öffentlicher Fördermittel mit privaten Investoren. So konnte hier zukünftsfähiger, familiengerechter und Generationen übergreifender Wohnraum geschaffen werden. Den brauchen wir auch hier in Husum ganz dringend“, sagte sie.

Dr. Sabine Sütterlin-Waack, Christian Czock, Jörg Schlindwein, Dr. Barbara Ganter und Peter Empen präsentierten gemeinsam eine Metallplakette mit der Aufschrift „Wohngebiet Hockensbüll – Städtebauförderungsprogramm ´Stadtumbau West´“. Diese wird in Kürze in ein dafür vorgesehenes Loch im Straßenbelag eingefügt werden.

Bauamtsleiter Jörg Schlindwein hat das Projekt „Siedlungsgebiet Hockensbüll“ über Jahre hinweg begleitet – anfangs als Sachbearbeiter, dann als Abteilungsleiter und heute als Amtsleiter. Er hat die Entwicklungsschritte der vergangenen Jahre unmittelbar miterlebt und mitgestaltet: von der Auslobung des Architektenwettbewerbs (2007), der planerischen Ausarbeitung (2009), der anschließenden Phase der Auflösung der bestehenden Mietverhältnisse in den alten Gebäuden, dem Abriss dieser (2017), den Beginn des Neubaus der Straßen und der Lärmschutzwand (2019) bis hin zu den letzten Schritten der Realisierung des Siedlungsgebietes. „Ich freue mich, dass die Arbeit der letzten Jahre Früchte getragen hat und wir für die Stadt Husum ein gutes Ergebnis erreicht haben“, sagte Bauamtsleiter Jörg Schlindwein im Anschluss an die Veranstaltung.