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Schriftzug Stadt Husum
26.10.2016

Mauseberge: Barrierefreie Zugänge

Hans Böttcher Mauseberge
(v.l.) Tanja Blady, Gewinnerin des Jahreslos der „Aktion Mensch“, Thomas Leißner, Leiter des KSH, Hans Böttcher, Beauftragter für Menschen mit Behinderungen der Stadt Husum und Bürgervorsteher Peter Empen.

© Pressestelle der Stadt Husum

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Gesetzestext zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen gibt es einen Paragraphen zur Barrierefreiheit. Das zu wissen, ist gut. Effektiver ist es allerdings, anzupacken und alles für die Barrierefreiheit zu tun.

In dieser Mission ist Hans Böttcher, Beauftragter für Menschen mit Behinderungen der Stadt Husum, unermüdlich unterwegs. Jüngst hatte er ein Treffen bei den Mausebergen organisiert, dort, wo sich viele Menschen während eines Spaziergangs erholen. Ein schönes Fleckchen Erde, wohlgemerkt.

Einigen von ihnen blieb der Zugang zu dem Naherholungsgebiet allerdings verwehrt oder gestaltete sich als schwierig: Zwei Pfosten mit Kette waren an den Zugängen installiert worden – demnach kaum eine Chance für Menschen mit Rollstühlen und Rollatoren, da durchzukommen. Kinderwagen und Fahrräder mussten über die Ketten gewuchtet werden und das war auch kein Zustand. Hans Böttcher bekam „Wind“ davon und sorgte auf kurzem Amtswege für Abhilfe. Er informierte die Stadt, den Kommunalen Servicebetrieb Husum und einen Förster. Alle waren sich schnell einig, dass etwas getan werden muss.

Jeweils ein Pfosten an den Zugängen zu den Mausebergen wurde kurzerhand versetzt, so dass es inzwischen keine Barrieren mehr gibt. „Jedes Hindernis ist eines zu viel, hieß es während unseres Aktionstages im Mai diesen Jahres, den wir mit anderen Institutionen und Einrichtungen durchgeführt haben. Mich freut es sehr, dass auch Leute ohne Behinderungen für das Thema sensibilisiert sind, auf ihre Mitmenschen achten und Tipps geben, wo es hakt. Barrierefreiheit dient allen“, so Hans Böttcher überzeugt.

Schirmherr des Aktionstages war Bürgervorsteher Peter Empen. Auch er freute sich über das Engagement der Husumerinnen und Husumer, die ein Auge auf die Barrierefreiheit haben. „Ich bin wirklich froh darüber, dass nicht nur Betroffene Hindernisse wahrnehmen.“

Die Stadt Husum hat ein offenes Ohr, wenn es um die Beseitigung von Hindernissen geht. In der Vergangenheit gestaltete es sich beispielsweise für Menschen mit Behinderungen besonders schwer, öffentliche Toiletten in der Innenstadt zu nutzen. Abhilfe wird die neue WC-Anlage im Schlossgang schaffen, die im Dezember diesen Jahres nach einer Sanierung den Betrieb aufnimmt.

Außerdem wurde darauf aufmerksam gemacht, dass der „Kabelsalat“ während Veranstaltungen auf dem Marktplatz ein großes Hindernis darstellt. „Für die Kabel wurden inzwischen flache Brücken angeschafft und viele Aussteller sagten zu, zukünftig noch mehr auf Barrierefreiheit zu achten“, erzählte Hans Böttcher.

Er nutzte das Treffen in den Mausebergen auch dazu, ein Jahreslos der „Aktion Mensch“ an Tanja Blady aus Husum zu übergeben. Sie hatte sich während der Veranstaltung im Mai an einem Gewinnspiel beteiligt.

Paragraph 4 des Gesetzes zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen: Barrierefrei sind bauliche und sonstige Anlagen, Verkehrsmittel, technische Gebrauchsgegenstände, Systeme der Informationsverarbeitung, akustische und visuelle Informationsquellen und Kommunikationseinrichtungen sowie andere gestaltete Lebensbereiche, wenn sie für Menschen mit Behinderungen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe auffindbar, zugänglich und nutzbar sind. Hierbei ist die Nutzung behinderungsbedingt notwendiger Hilfsmittel zulässig.

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