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Schriftzug Stadt Husum
25.10.2016

Hohen Ausbildungsstand bei Großübung demonstriert

FF Husum Großübung A. Thoms
Die Mitwirkenden der Großübung.

© FF Husum

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Freiwillige Feuerwehr Husum führte zusammen mit dem Rettungsdienst des Kreises Nordfriesland und weiteren Hilfeleistungsorganisationen eine Großübung auf dem Gelände der Firma „Thoms Reinigungsmittel“ durch.

Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit der verschiedenen Organisationen möglichst realitätsnah zu trainieren. Zu diesem Zweck wurden einige Verletzte durch die Freiwillige Feuerwehr Kiel Elmschenhagen geschminkt und das Gebäude verraucht.

Folgendes Übungsszenario war vorbereitet: In dem Betrieb für Reinigungsmittel war es in einem Raum durch Unachtsamkeit zu einer Verpuffung gekommen. Der Raum wurde durch das Schadensereignis verraucht, über die Lüftungsanlage verteilte sich der Rauch in weitere Gebäudeteile. In verschiedenen Bereichen des Objekts verletzen sich mehrere Personen teilweise durch Rauch, teilweise durch Sturz. Das entstandene Feuer wurde durch die Feuerwehr Husum bekämpft. Gleichzeitig wurden mehrere Personen, deren Fluchtweg durch Rauch abgeschnitten war, mit der Drehleiter gerettet.

Durch den Knall der Verpuffung erschreckte sich der Fahrer eines Gabelstaplers und fuhr mit seinem Fahrzeug in einen Behälter mit Salzsäure. Dieser wurde dabei beschädigt, geringe Mengen Salzsäure traten aus. Es verletzten sich dabei zwei weitere Personen durch Salzsäure. Die Löschzüge Gefahrgut der Kreise Schleswig-Flensburg und Nordfriesland übernahmen die Dekontamination der mit Salzsäure in Kontakt gekommenen Verletzten und der Einsatzkräfte.

FF Husum Großübung A. Thoms 1
Viele Verletzte mussten während der Übung geborgen werden.

© FF Husum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Durch den Bergungszug des technischen Hilfswerks wurde ein Hindernis vor einem Notausgang entfernt. Die SEG des DRK errichtete einen Behandlungsplatz für die Sichtung und die erste Versorgung der Verletzten. Im Anschluss wurden sie fiktiv auf verschieden Krankenhäuser durch den Rettungsdienst des Kreises Nordfriesland, dem Deutschen Roten Kreuz und der DLRG verteilt.

Nach Abschluss der Maßnahmen und Abtransport aller Verletzten wurde unter den Führungskräften eine Nachbesprechung abgehalten. Broder Hansen, stellvertretender Gemeindewehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Husum, bedankte sich zunächst bei den Verletztendarstellern, die teilweise unter extremen Bedingungen ihre Rolle hervorragend übernommen haben. Im weiteren Verlauf hob der Gemeindewehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Husum, Jürgen Jensen, hervor, dass jede einzelne Organisation für sich seinen hohen Ausbildungsstand demonstriert habe.

Die Schwierigkeit der Lage bestand darin, auf der Führungsebene der einzelnen beteiligten Einheiten eine in sich greifende Kommunikationsstruktur aufzubauen. Nach den ersten, bei solch großen Lagen üblichen, hektischen fünf bis zehn Minuten, sei dies auch außerordentlich gut gelungen. Als Schlusswort bedankte sich Michael Massow von der Firma August Thoms bei allen Beteiligten. Für ihn stellt das Ergebnis dieser Übung neben seinen eigenen Sicherungsmaßnahem eine zusätzliche Beruhigung dar.

Teilnehmende Hilfeleistungsorganisationen: Feuerwehr Husum, Löschzug Gefahrgut des Kreises Nordfriesland, Löschzug Gefahrgut des Kreises Schleswig-Flensburg, Technisches Hilfswerk OV Husum, Rettungsdienst des Kreises Nordfriesland, Deutsches Rotes Kreuz sowie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft.

Teilnehmende Personenzahl: Etwa 130 Personen und circa 20 Verletztendarsteller.

 

Text/Fotos: FF Husum

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