Hilfsnavigation

Schriftzug Stadt Husum
Titelfoto Leben
27.07.2016

Einblicke der Bundeswehr ins Krisengebiet Mali

Vortrag Mali Hauptmann Unkel
Hauptmann Moritz Unkel erzählte von seinem Einsatz in Gao im westafrikanischen Mali.

© Pressestelle Stadt Husum

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Gedanke, täglich in ein Feuergefecht zu geraten und beschossen zu werden, wird für viele Soldatinnen und Soldaten in Krisengebieten zur Belastungsprobe. Ein wichtiges Detail in dieser Situation für das eigene „Seelenheil“ sei, den Humor nicht zu verlieren, so Hauptmann Moritz Unkel, der 99 Tage lang in Gao im westafrikanischen Mali stationiert war. „Positiv Denken“ wäre für ihn ein wichtiger Faktor während seines Aufenthaltes in dem „lebensfeindlichem Gebiet“ gewesen, genauso wie seine Gewissheit, dass er seine Familie und seinen Beruf liebe.

Über 700 deutsche Soldatinnen und Soldaten sind derzeit in Mali. Darunter auch aus Husum. Sie beteiligen sich im Süden und Norden des Landes an den Einsätzen EUTM Mali und MINUSMA.

Der 31-Jährige Soldat aus Eutin erzählte von seinen persönlichen Eindrücken während eines Vortrags im Rathaus. Dazu hatten Hauptmann Danny Greulich, Jugendoffizier und Referent für Sicherheitspolitik, sowie Bürgermeister Uwe Schmitz die Öffentlichkeit eingeladen.

Thema: „Mali – Vom demokratischen Musterschüler zum internationalen Sorgenkind“. „Wir hören von Einsätzen der Bundeswehr in verschiedensten Ländern weitestgehend aus dem Radio oder Fernsehen. Wir nehmen es zwar wahr, aber warum Soldatinnen und Soldaten dort sind und was sie vor Ort erleben, weiß kaum jemand“, so der Bürgermeister aus seinen Erfahrungen.

Vortrag Mali D. Greulich
Hauptmann Danny Greulich, Jugendoffizier und Referent für Sicherheitspolitik, hatte gemeinsam mit Bürgermeister Uwe Schmitz zu dem Vortrag ins Rathaus eingeladen.

© Pressestelle Stadt Husum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hauptmann Greulich gab Einblicke in das Land, das dreieinhalb Mal so groß wie Deutschland ist. Im Norden die Wüste, der Süden von Landwirtschaft geprägt. „Mehr als 90 Prozent der Bevölkerung sind Muslime, ein Großteil davon lebt unter der Armutsgrenze.“ Der Staat Mali wurde 1960 gegründet, acht Jahre später erfolgte der erste Militärputsch und es sollten weitere folgen. 2012 begann die Krise in Mali, internationale Vermittlungsversuche scheiterten.

Inzwischen sind über 10.000 Blauhelme der Vereinten Nationen an den Missionen beteiligt. Hinzu kommen etwa 1.000 Polizistinnen und Polizisten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterer militärischer Einrichtungen.

Hauptmann Moritz Unkel, der zum Aufklärungsbataillon 6 in Eutin gehört, war während seiner Zeit in dem Krisengebiet mit einem Kollegen in einer niederländischen Aufklärungskompanie aktiv. Ein Auftrag, der als Vorbereitung für den Einsatz von über 160 deutschen Soldatinnen und Soldaten in Mali diente.

Er ging auf den Alltag der Soldatinnen und Soldaten ein, auf die Bewohnerinnen und Bewohner des Landes, auf das Klima, die Gegebenheiten und Schicksale vor Ort. Sein Fazit: „Wir haben großes Glück, hier in Frieden leben zu können, dass unsere Kinder zur Schule gehen dürfen. Jeder Tag, an dem ich nichts von meinen Kameradinnen und Kameraden aus Mali höre, ist ein positiver Tag.“

Sein Tipp an das Publikum: „Holen sie sich die Feldpostadressen unserer Soldatinnen und Soldaten und schicken sie ihre Grüße, Bücher, Illustrierte, Gummibärchen oder selbstgebackene Kekse.“ Die würden sogar warm ankommen, meinte Moritz Unkel etwas verschmitzt. Kein Wunder, bei weit über 50 Grad Hitze in den Sommermonaten.

Die Bundeswehr ist in 15 weiteren Einsatzgebieten aktiv. „Wir sind gerne bereit, bei Interesse darüber zu berichten“, sagte Hauptmann Danny Greulich abschließend.

 

Adresse für die Feldpost:

Deutsche Kontinentführung

Zugführer Spezialpioniere

2. Deutsches Einsatzkontingent – MINUSMA

MLI über Feldpost

64298 Darmstadt

Schnell gefunden

Kontakt

Simone Mommsen
Hauptamt
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Telefon:  04841 666-116
simone.mommsen@husum.de
Raum:  315
Kontaktformular

Sprechzeiten

Dienstag und Mittwoch
8:30 Uhr bis 12:30 Uhr