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11.09.2019

Husum Windmesse: Empfang im Rathaus

(von links) Husums Bürgermeister Uwe Schmitz hatte gemeinsam mit Energiewende-Minister Jan Philipp Albrecht zum Windmesse-Empfang ins Rathaus eingeladen.

© Simone Mommsen

Gemeinsam mit dem Land Schleswig-Holstein hatte die Stadt Husum zu einem Empfang anlässlich der Messe „Husum Wind 2019“ ins Rathaus eingeladen. Bürgermeister Uwe Schmitz begrüßte die Gäste, darunter Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie Ausstellerinnen und Aussteller.

Er schaute zurück auf das Jahr 2012, wo er den Messestreit mit Hamburg beklagt habe und auf 2015, als er den neuen Kooperationspartner aus Hamburg begrüßt und die gute Zusammenarbeit gelobt habe. 2017 sei dann das Bedauern über die Einstellung der Anlagenproduktion durch die Firma Senvion in Husum gefolgt und er habe sich gleichzeitig erlaubt, der Geschäftsführung einige persönliche Hinweise zum Thema „Umgang mit Menschen“ zu geben.   

„Einigen mathematischen Regeln folgend, wäre es somit heute wieder an der Zeit, uneingeschränkt positive Entwicklungen in den Vordergrund stellen zu können“, meinte er. Die Bemühungen, dass sich Deutschland nach der Katastrophe in Fukushima voll und ganz der Energiewende verschrieben habe, seien für ihn verheißungsvoll gewesen.

Inzwischen stelle er allerdings fest, dass vieles irgendwie ins Stocken geraten sei, wie beispielsweise die rechtlichen Rahmenbedingungen. Ebenso blickte er auf die „aus dem förderalistischen System unseres Staates resultierend, bundeslandeigene Egoismen, die aus meiner Sicht nur bedingt Sinn machen.“ Sein Stichwort dazu: „Wozu brauche ich Windmühlen dort, wo kein Wind weht?“

Natürlich wisse er, dass Rechtssicherheit das oberste Gebot sei. „Ich wünsche mir aber, dass wir uns alle in Deutschland ein klein wenig besinnen und zur Aufbruchstimmung zurückfinden.“ Allen, die sich den Themen Wind und regenerative Energien widmen, wünschte er viel Erfolg und gute Geschäfte auf „unserer Husum Wind“. Er hoffte allerdings, dass das Wirken nicht nur als Beruf, sondern ein Stück weit auch als Berufung und als Auftrag verstanden werde.

Für Jan Philipp Albrecht, Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein, war es die erste Husum Windmesse, die er besuchte. „Es ist wichtig, dass wir daran arbeiten, dass Husum als Windmesse-Standort bleibt“, sagte er.

Der Ausbau von Erneuerbaren Energien werde seiner Auffassung nach seitens der Bundesregierung eher ausgebremst. Anstatt Perspektiven und Herausforderungen in den Blick zu nehmen, werde darauf geschaut, was gestern war und das Vergangene noch am Leben gehalten. Schleswig-Holstein sei nach wie vor Vorreiter der Energiewende und das habe viel mit dem landesweiten Windkraftausbau zu tun. „Es ist unsere Verantwortung, dafür zu sorgen, dass unsere Zukunftsperspektive nicht unter die Räder kommt“, appellierte er.

Viele Gäste versammelten sich im Foyer des Rathauses zum Empfang der Husum Wind 2019.

© Simone Mommsen

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