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Rundgang - Der Markt

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Altes Rathaus am Marktplatz
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Marienkirche am Marktplatz

Der Marktplatz

Der Rundgang durch Husum sollte am Markt beginnen. Der Marktplatz und die anschließende Großstraße bilden den Kern des heutigen Husums. Hier finden Sie das alte Rathaus; alte Bürgerhäuser und die feine klassizistische  Marienkirche machen diesen Raum zur "guten Stube" der Stadt.

Die Marienkirche

Der bemerkenswerte Bau der Marienkirche (1827 - 1832) wurde nach den Plänen des dänischen Staatsbaumeisters Christian Frederik Hansen errichtet, dessen Eltern aus Husum stammten. Der Bau stellt ein vollendetes Beispiel einer protestantischen Predigtkirche dar und er gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des nordischen Klassizismus im Lande.

Der klare feierliche Innenraum bewahrt noch einige Ausstattungsstücke aus der alten gotischen Marienkirche. Diese musste 1807 wegen Baufälligkeit abgerissen werden. Mit ihrem hohen Kathedralchor gehörte sie zu den herausragenden Kirchen Schleswig-Holsteins.

Das alte Rathaus

Erst durch den Abbruch der sehr großen Alten Marienkirche entstand der heutige Marktplatz, dem jedoch lange die städtebauliche Fassung fehlte. Erst im Jahre 1992 wurde er unter Zugrundelegung historischer Erkenntnisse so gestaltet, dass die neue Marienkirche eine ihrem Rang entsprechende Umgebung erhielt.

Das alte Rathaus steht an der Nordseite des Marktplatzes. Es wurde 1601 von dem Niederländer Peter van Mastricht errichtet und trat mit einer offenen Pfeilerhalle und drei hohen Schweifwerkgiebeln weit auf den Platz hinaus. 1809 mußte der Vorderteil des Gebäudes wegen Baufälligkeit entfernt werden und das Haus erhielt eine neue Fassade, einen neuen Dachstuhl und den noch in den Formen des 18. Jahrhunderts gehaltenen Dachreiter. So wie damals stellt sich das alte Rathaus auch heute wieder dar.

Auch das Innere wurde häufiger umgestaltet und den jeweiligen Bedürfnissen angepasst. Seit 1991 ist die Halle im Untergeschoss mit ihrer eindrucksvollen Holzbalkendecke wiederhergestellt. Dort befindet sich heute die Tourist-Information; früher diente sie dem Handel, aber auch dem Niedergericht für Bagatellsachen. Der Saal im Obergeschoss wurde 1858 für Bürozwecke unterteilt. Vorher war er der städtische Festsaal der Bürgerschaft, doch auch das Gericht mit Bürgermeister und Magistrat kam hier zusammen wie auch die "Große Bürgschaft", zu der alle Bürger der Stadt Zutritt und Stimme hatten und die über wichtige Dinge entschied.

Jetzt wartet dieser Raum auf seine Restaurierung, die ihn zu einer besonderen architektonischen Kostbarkeit machen wird, da einiges der alten Ausstattung bewahrt blieb, wie Gemälde und ein mit lntarsien versehenes Renaissance-Portal und Pfeiler im Bereich der heutigen Südfenster, die für eine ungewöhnliche Wandgliederung sorgen.

Das Geburtshaus Theodor Storms

An der Nordseite des Marktplatzes steht ebenfalls das Geburtshaus des Dichters Theodor Storm (1817 -1888), es ist das Haus Nummer 9. Das "Herrenhaus" mit seinen beiden Stufengiebeln neben dem Rathaus ist das älteste Gebäude der Stadt.

Bemerkenswert die Sandsteinköpfe in den Giebeln, der Sage nach stellen sie im Jahre 1472 hingerichtete Rebellen dar. Das Haus stammt noch aus der Gotik, während die sandsteinernen Pfeiler (Bleischlagwangen) vor dem Gebäude aus dem 17. Jahrhundert und die schöne Rokkokotür aus dem 18. Jahrhundert stammen.

Die Tine

Die "Tine" steht auf dem Sockel des 1902 geschaffenen Marktbrunnens. Mit dieser bronzenen Figur einer jungen Fischersfrau hat der Bildhauer Adolf Brütt Husum eine "Stadtgöttin" in Holzschuhen gegeben. Brütt war gebürtiger Husumer und ein sehr bekannter Künstler der wilhelminischen Zeit.

Denkmäler wie z. B. an der Siegesallee in Berlin oder in Kiel das Reiterstandbild Kaiser Wilhelm I., die Schwertträger am Rathaus oder aber die Stormbüste im Husumer Schlosspark stammen von ihm.

Die Großstraße

Die Tine in Husum soll an einen Wohltäter und eine Wohltäterin der Stadt erinnern: an August-Friedrich Woldsen und Catharina Asmussen, von deren Namen auch die Kurzform für die Figur abgeleitet ist.

Einige alte Kaufmannshäuser, wie man sie sonst nur in Lüneburg oder Lübeck findet, stehen mit ihren hohen, teilweise gestaffelten Giebeln an der Großstraße. Die hohen Böden der Häuser, die aus dem 16. oder frühen 17. Jahrhundert stammen, dienten ursprünglich der Lagerung von Waren.

Ebenso typisch wie die alten Häuser sind auch die jüngeren Bauten, wie etwa das Geschäftshaus Nr. 16 aus der Zeit um 1900 auf der Südseite der Großstraße, dessen Vorbild das Kaufhaus Wertheim in Berlin war oder die "kaiserliche" Post schräg gegenüber (Nr. 5); aber auch das neue Sparkassengebäude mit den drei hohen Giebeln, das mit seiner Fassadengliederung ein später Abkömmling des Treppengiebelhauses auf der anderen Straßenseite zu sein scheint.

Von der Großstraße gelangt man durch die Twiete oder die Hohle Gasse im Westen und vom Markt durch die Krämerstraße zum Binnenhafen.

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